Unterschied Pastellfarben und Pastellkreiden: Erklärung & Tipps

Unterschied zwischen Pastellfarben und Pastellkreiden – Guide & Kaufhilfe

Highlights

  • Pastellfarben = breite Kategorie; Pastellkreiden = feste, trockene Farbform
  • Der größte Unterschied liegt in Bindemittel, Anwendung und Kontrolle
  • Pastellkreiden bieten direkte, intensive Farbabgabe – ideal für schnelle Ergebnisse
  • Die richtige Oberfläche ist entscheidend für Haltbarkeit und Wirkung
  • Mit der passenden Leinwand holst du deutlich mehr aus Pastellen heraus

Einführung

Wenn du mit Pastell arbeitest oder damit starten willst, stolperst du früher oder später über die Begriffe „Pastellfarben“ und „Pastellkreiden“. Klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. Hier bekommst du eine klare, praxisnahe Erklärung – plus konkrete Hilfe für deine Materialwahl.

Grundlagen

Was sind Pastellfarben?

Pastellfarben sind eine Oberkategorie für Farbsysteme mit hohem Pigmentanteil und minimalem Bindemittel. Sie gibt es in verschiedenen Formen:

  • Pastellkreiden (trocken, fest)
  • Pastellstifte (präziser, härter)
  • Ölpastelle (fettig, cremig)

Kurz gesagt: Pastellfarben beschreiben die Technik – nicht die konkrete Form.

Was sind Pastellkreiden?

Pastellkreiden sind die klassische, trockene Form von Pastellfarben. Sie bestehen aus:

  • Pigment (für die Farbe)
  • minimalem Bindemittel

Das Ergebnis: extrem intensive Farben, die direkt aufs Papier oder die Leinwand abgegeben werden – ohne Pinsel, ohne Lösungsmittel.

Der entscheidende Unterschied (einfach erklärt)

  • Pastellfarben = Überbegriff für mehrere Techniken
  • Pastellkreiden = konkrete, trockene Anwendung dieser Farben

Oder anders: Wenn jemand „Pastellfarben“ sagt, kann er alles meinen. Wenn jemand „Pastellkreiden“ sagt, meint er fast immer trockene, staubige Farbstifte.

Deep Dive: Was bedeutet das für deine Praxis?

1. Kontrolle vs. Freiheit

  • Pastellkreiden: direkt, spontan, perfekt für lockeres Arbeiten
  • Pastellstifte: mehr Kontrolle für Details
  • Ölpastelle: mischbar wie Öl, weniger staubig

Wenn du schnelle Farbflächen und weiche Übergänge willst → Pastellkreiden.

2. Farbintensität

Pastellkreiden liefern:

  • extrem satte Farben
  • hohe Deckkraft
  • matte, hochwertige Oberfläche

Aber: Sie sind empfindlich und verwischbar.

3. Untergrund – der oft unterschätzte Gamechanger

Mit Pastellkreiden ist dein Untergrund wichtiger als bei fast jeder anderen Technik. Du brauchst:

  • Griff (raue Oberfläche)
  • Haftung für Pigmente
  • Stabilität bei mehreren Schichten

Genau hier scheitern viele Anfänger.

Anwendung: So arbeitest du richtig mit Pastellkreiden

Schritt-für-Schritt

  • 1. Wähle einen strukturierten Untergrund
  • 2. Beginne mit lockeren Farbflächen (nicht zu stark drücken)
  • 3. Arbeite in Schichten statt alles auf einmal
  • 4. Verblende mit Fingern oder Werkzeug
  • 5. Fixiere dein Bild zwischendurch leicht

Pro-Tipp

Viele unterschätzen, wie stark sich die Oberfläche auf das Ergebnis auswirkt. Eine hochwertige, leicht raue Leinwand kann den Unterschied zwischen „okay“ und „wow“ machen. Gerade wenn du experimentieren willst, funktionieren z. B. speziell vorbereitete oder ungrundierte Leinwände von CRAZY CANVAS extrem gut, weil sie Pigment besser greifen.

Vergleich: Pastellkreiden vs. andere Pastellformen

  • Pastellkreiden
    • + hohe Farbintensität
    • + weiche Übergänge
    • - staubig
    • - empfindlich ohne Fixativ
  • Pastellstifte
    • + präzise Details
    • + sauberer
    • - weniger intensiv
  • Ölpastelle
    • + cremig, mischbar
    • + kein Staub
    • - schwerer zu kontrollieren
    • - andere Technik notwendig

Kaufberatung: Was solltest du wirklich beachten?

1. Härtegrad der Kreiden

  • Weich = intensiver, aber schneller verbraucht
  • Hart = kontrollierter, weniger Farbabgabe

2. Pigmentqualität

Billige Sets wirken oft stumpf und kreidig – gute Kreiden leuchten sichtbar stärker.

Die Ölfarben von Crazy Canvas sind hier eine gute Möglichkeit zum ausprobieren.

3. Untergrund (entscheidender als die Kreiden selbst)

Wenn dein Untergrund schlecht ist:

  • halten Schichten nicht
  • Farben wirken flach
  • Details brechen weg

Eine stabile Baumwoll-Leinwand mit passender Struktur – wie sie z. B. CRAZY CANVAS bietet – gibt dir deutlich mehr Kontrolle und Tiefe im Bild.

4. Fixativ

Ohne Fixierung kann dein Werk:

  • verschmieren
  • verblassen

Typische Fehler (die fast jeder macht)

  • Zu starkes Aufdrücken → Oberfläche zerstört
  • Falscher Untergrund → Farbe hält nicht
  • Zu früh verblenden → matschige Farben
  • Zu viele Schichten ohne Fixierung
  • Billige Kreiden + schlechte Leinwand Kombi

Wann solltest du Pastellkreiden verwenden?

Pastellkreiden sind perfekt, wenn du:

  • schnell Ergebnisse sehen willst
  • mit Farbe „malen“ statt konstruieren möchtest
  • Porträts, Landschaften oder Farbskizzen machst
  • weiche Übergänge liebst

Fazit: Was bedeutet das für deine nächste Entscheidung?

Wenn du „Pastellfarben“ suchst, suchst du eigentlich eine Technik. Wenn du „Pastellkreiden“ kaufst, entscheidest du dich für eine sehr direkte, ausdrucksstarke Art zu arbeiten. Der entscheidende Hebel liegt nicht nur bei den Kreiden selbst – sondern beim Untergrund. Wenn du das ernst nimmst, sehen deine Ergebnisse sofort professioneller aus. Heißt konkret: Investiere nicht nur in Farbe, sondern in die richtige Leinwand. Eine gut gewählte Oberfläche – wie sie CRAZY CANVAS bietet – macht aus denselben Kreiden plötzlich ein ganz anderes Werkzeug.

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal :)

Dein Crazy Canvas Team 😊

Zurück zum Blog